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Kastration Kater/Katze

Die Kastration ist eine sehr häufige in der Tierarztpraxis durchgeführte Operation. Wir möchten Ihnen mit unseren Erklärungen eine Hilfestellung bieten, um sich umfassend über die Kastration zu informieren, da gerade dieses Thema heiß diskutiert wird.
Als erstes möchten wir zwei verschiedene Begriffe erläutern:

  • 1. Kastration: Operatives Entfernen der Keimdrüsen (beim weiblichen Tier der Eierstöcke mit oder ohne Gebärmutter, beim männlichen Tier der Hoden). Die Kater stellen ihren Sexualtrieb üblicherweise ein und die Katze wird nicht mehr läufig.
  • 2. Sterilisation: Abbinden der keimleitenden Wege (beim weiblichen Tier der Eileiter und beim männlichen Tier der Samenleiter). Der Sexualtrieb bleibt erhalten, die Tiere sind jedoch nicht mehr fortpflanzungsfähig. D.h. der Kater ist weiterhin an Katzen interessiert, kann jedoch keine Nachkommen mehr zeugen. Die Katze wird weiter läufig, kann jedoch keine Jungen mehr bekommen. In der Tiermedizin wird sowohl bei den Katzen als auch bei den Hunden üblicherweise eine Kastration durchgeführt.

Katzen werden üblicherweise zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat geschlechtsreif (d.h. sie können Katzenwelpen bekommen, bzw. zeugen). In manchen Fällen (besonders bei Rassekatzen) tritt die Geschlechtsreife jedoch erst im Alter von 1-1,5 Jahren auf. Meist werden die weiblichen Katzen zwischen Februar und Juli das erste Mal rollig. Die Rolligkeit oder Raunze kann sich bei der Katze durch vermehrtes Schreien, Unruhe und Fressunlust äußern. Manche Katzen urinieren und markieren wie ein Kater. Sie reiben den Kopf und die Flanke an Möbelstücken oder auch am Boden, und wie der Name Rolligkeit schon sagt, rollt die Katze sich über den Boden. Der Eisprung der Katze findet nach dem Deckakt statt (provozierte Ovulation), d.h. manche Katzen werden so häufig rollig, bis sie endlich gedeckt worden sind bzw. bis die meist genervten und müden Besitzer die Katze kastrieren lassen. Bei der Kastration werden die Eierstöcke entfernt, so dass keine Rolligkeit mehr auftritt und die Katze auch nicht mehr tragend werden kann. Ist die Gebärmutter verändert (z.B. durch Zysten oder Entzündungen), so wird auch diese mit entfernt. Die Vorteile der Kastration sind, dass sich im zunehmenden Alter keine Gebärmutterentzündung oder Gebärmuttertumore entwickeln können, und bei frühzeitiger Kastration auch das Auftreten von den meist bösartigen Gesäugetumoren verringert wird.

 

Kater werden ungefähr zum gleichen Zeitpunkt geschlechtsreif wie Katzen. Häufig äußert es sich dadurch, dass die Kater anfangen mit Urin verschiedene Gegenstände (Möbel, aber auch Wände und Türen) zu markieren. Je älter die Kater sind, desto strenger ist der Geruch. Nach der Kastration hört das Markieren bei über 90% der Kater wieder auf und auch der Urin riecht nicht mehr so extrem. Es werden die Hoden entfernt und der Kater kann keine Katzenbabys mehr zeugen.

Meist findet die Kastration zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat statt, aber auch eine sogenannte Frühkastration ist ab dem 3. Lebensmonat möglich. Die Operation und die Narkose sind Routineoperationen, die die Katzen sehr gut überstehen.

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